{"id":5357,"date":"2024-11-18T01:45:11","date_gmt":"2024-11-18T00:45:11","guid":{"rendered":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/?page_id=5357"},"modified":"2024-11-30T00:29:35","modified_gmt":"2024-11-29T23:29:35","slug":"gilbert-keith-chesterton","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/produktionen\/zauberei\/gilbert-keith-chesterton\/","title":{"rendered":"Gilbert Keith Chesterton"},"content":{"rendered":"<p>Gilbert Keith Chesterton (1874-1936) war ein Vollblutjournalist, ein Vielschreiber, ein atemberaubend vielseitiger Meister aller Klassen. Ob Essays in Literaturkritik, Philosophie oder Gesellschaftspolitik; ob Romane, Theaterst\u00fccke oder Gedichte; ob Kolumnen, Debatten oder Vortr\u00e4ge; in beinahe allen literarischen Sparten hat Chesterton neben viel Gelegenheitsarbeit auch Meisterwerke hinterlassen. Er war ein hellwacher, scharfsinniger Zeitgenosse, dessen gesellschaftliche und politische Analysen nach wie vor von verbl\u00fcffender Brisanz sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/chesterton.jpg\" alt=\"\" class=\"alignright wp-image-2180 size-medium\" width=\"350\"\/>Dieser wuchtige Mann mit wildem Haarschopf, hastig \u00fcbergeworfenem Radmantel und zerknautschtem Schlapphut, der sich lustvoll und mit scharfem Witz in jede Debatte st\u00fcrzte, war jedoch zuallererst und zutiefst ein empfindsamer Poet. Als junger Mann war Chesterton durch eine tiefe Lebenskrise gegangen, in der ihm die Wirklichkeit keinen Halt mehr geben konnte. Er suchte sein Gl\u00fcck in spiritistischen Kreisen und spielte bedrohlich mit suizidalen Gedanken. Erst dank seiner Frau Frances fand Chesterton zu einer Lebensfreude zur\u00fcck, die sein ganzes Werk pr\u00e4gen sollte. Und so schrieb Franz Kafka \u00fcber ihn: &#8222;Er ist so lustig, dass man fast glauben k\u00f6nnte, er habe Gott gefunden.&#8220;<\/p>\n<p>Auch Jose Luis Borges erkannte, dass Chestertons Witz und Poesie nicht von einer naiven, schw\u00e4rmerischen Frohnatur stammen konnte. Er beschrieb Chesterton als einen &#8222;in sich gekehrten Menschen, der das Grauen der Dinge spu\u0308rte. Sein Werk bezeugt es uns gegen seinen Willen. So vergleicht er die Gew\u00e4chse eines Gartens mit angeketteten Tieren, den Marmor mit erstarrtem Mondlicht und die Nacht mit einer Wolke, die gr\u00f6sser ist als die Welt, ein Ungeheuer, das aus Augen besteht.&#8220;<\/p>\n<p>Chesterton selbst liess seine ber\u00fchmteste Figur, den Meisterdetektiv Father Brown, einmal sagen: &#8222;Ich bin ein Mensch und habe daher alle Teufel in meinem Herzen.&#8220; Das macht Chestertons atemberaubendes Werk, das 34 dicke B\u00e4nde f\u00fcllt, so aussergew\u00f6hnlich: Es war das Werk eines Genesenen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gilbert Keith Chesterton (1874-1936) war ein Vollblutjournalist, ein Vielschreiber, ein atemberaubend vielseitiger Meister aller Klassen. Ob Essays in Literaturkritik, Philosophie oder Gesellschaftspolitik; ob Romane, Theaterst\u00fccke oder Gedichte; ob Kolumnen, Debatten oder Vortr\u00e4ge; in beinahe allen literarischen Sparten hat Chesterton neben viel Gelegenheitsarbeit auch Meisterwerke hinterlassen. Er war ein hellwacher, scharfsinniger\u2026 <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/produktionen\/zauberei\/gilbert-keith-chesterton\/\">weiter lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":5000,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5357","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/P49IFo-1op","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5357"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5425,"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5357\/revisions\/5425"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5000"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}