{"id":1025,"date":"2015-10-13T20:53:42","date_gmt":"2015-10-13T19:53:42","guid":{"rendered":"http:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/?page_id=1025"},"modified":"2015-10-13T20:58:37","modified_gmt":"2015-10-13T19:58:37","slug":"tom-stoppard","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/produktionen\/das-einzig-wahre\/tom-stoppard\/","title":{"rendered":"Tom Stoppard"},"content":{"rendered":"<p>Der Engl\u00e4nder Tom Stoppard gilt bereits zu Lebzeiten als Klassiker der B\u00fchnendichtung. Seine Theaterst\u00fccke sind raffinierte intellektuelle Gebilde, die sich h\u00e4ufig um philosophische und wissenschaftliche Themen oder bekannte historische Pers\u00f6nlichkeiten ranken. Kritiker Robert Hurwitt schrieb im Zusammenhang mit Stoppards <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arkadien_%28St%C3%BCck%29\" target=\"_blank\">Arkadien<\/a>: \u201eWenn Ideen K\u00f6rper w\u00e4ren und Konzepte fleischlich, w\u00e4re Tom Stoppard der erotischste Dramatiker der Gegenwart\u201d.<\/p>\n<p>Tom Stoppard kam am 3. Juli 1937 als Tom\u00e1\u0161 Straussler im tschechischen Zl\u00edn auf die Welt. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges floh seine Familie nach Singapur und sp\u00e4ter nach Indien. Sein Vater kam in Singapur ums Leben. Die Mutter heiratete den britischen Major Kenneth Stoppard, der sie nach England brachte und ihre beiden S\u00f6hne adoptierte. 1954 brach Tom Stoppard die Schule ab und arbeitete als Journalist, Film- und Theaterkritiker. Ein Studium hat er nie absolviert. 1960 zog er nach London und begann, f\u00fcr die B\u00fchne zu schreiben; der Durchbruch gelang ihm aber erst mit <em>Rosencrantz and Guildenstern Are Dead<\/em> (1966). Das intellektuelle Spiel, das zwei Nebenfiguren aus Shakespeares <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hamlet\" target=\"_blank\">Hamlet<\/a> in den Mittelpunkt der Handlung r\u00fcckt, brachte dem Autor mehrere bedeutende Literaturpreise ein und geh\u00f6rt bis heute zu seinen meistgespielten Werken.<\/p>\n<div id=\"attachment_1027\" style=\"width: 495px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/produktionen\/das-einzig-wahre\/tom-stoppard\/stoppard\/\" rel=\"attachment wp-att-1027\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1027\" class=\"size-full wp-image-1027\" src=\"http:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/stoppard.jpg\" alt=\"Tom Stoppard\" width=\"485\" height=\"596\" srcset=\"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/stoppard.jpg 485w, https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/stoppard-244x300.jpg 244w, https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/stoppard-122x150.jpg 122w\" sizes=\"auto, (max-width: 485px) 100vw, 485px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1027\" class=\"wp-caption-text\">Tom Stoppard<\/p><\/div>\n<p>Stoppards bissiger Witz, sein Sinn f\u00fcrs Experiment und f\u00fcr die Kombination verschiedenartiger Elemente pr\u00e4gen auch seine sp\u00e4teren Dramen, wie z.B. <em>Jumpers<\/em> (1972), <em>Travesties<\/em> (1974) oder <em>The Coast of Utopia<\/em> (2002). Mit St\u00fccken wie <em>Every Dood Boy Deserves Favour<\/em> oder dem V\u00e1clav Havel gewidmeten <em>Professional Foul<\/em> (beide 1977) verlieh Stoppard seinem sozial-politischen Engagement Ausdruck. Das geistreiche Durchspielen verschiedener Varianten von Liebesbeziehungen in <em>The Real Thing<\/em> (1982) bekr\u00e4ftigte Stoppards Ruf als Meister des theatralischen Paradoxes in der Nachfolge ber\u00fchmter englischer Kom\u00f6diendichter. Das 1993 entstandene <em>Arkadien<\/em> wurde zur Sensation: es erf\u00fcllte alle gewohnten Stoppardschen Motive und Kunstgriffe mit lebendigem emotionalem Inhalt, dessen Mangel die Kritiker an Stoppards fr\u00fcheren St\u00fccken monierten.<\/p>\n<p>Stoppard bet\u00e4tigte sich auch als Drehbuchautor und Regisseur. 1991 verfilmte er sein eigenes Theaterst\u00fcck <em>Rosencrantz and Guildenstern Are Dead<\/em>; aus seiner Feder stammen u.a. die Drehb\u00fccher zu den Filmen <em>Brazil<\/em> (1985) und <em>Shakespeare in Love<\/em> (1999). Im Jahre 1966 ver\u00f6ffentlichte Stoppard seinen bisher einzigen Roman, <em>Lord Malquist and Mr. Moon<\/em>.<\/p>\n<blockquote><p>Dramatiker zu sein, ist ein gef\u00e4hrlicher Beruf. {&#8230;} Wenn ein Romanautor ein Buch schreibt, kontrolliert er den gesamten Prozess, \u00fcbersendet das Manuskript dem Verleger, der es anschlie\u00dfend herausgibt. Und ein Leser, der das Buch am Dienstag aufschl\u00e4gt, sieht dort dasselbe, was er auch am Donnerstag sehen wird. Theater ist hingegen kein Text. Es ist ein Ereignis. Ein unvorhersehbares.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Engl\u00e4nder Tom Stoppard gilt bereits zu Lebzeiten als Klassiker der B\u00fchnendichtung. Seine Theaterst\u00fccke sind raffinierte intellektuelle Gebilde, die sich h\u00e4ufig um philosophische und wissenschaftliche Themen oder bekannte historische Pers\u00f6nlichkeiten ranken. Kritiker Robert Hurwitt schrieb im Zusammenhang mit Stoppards Arkadien: \u201eWenn Ideen K\u00f6rper w\u00e4ren und Konzepte fleischlich, w\u00e4re Tom Stoppard\u2026 <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/produktionen\/das-einzig-wahre\/tom-stoppard\/\">weiter lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":985,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1025","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/P49IFo-gx","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1025","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1025"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1025\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1033,"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1025\/revisions\/1033"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/985"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dramateure.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}