Aus die dramateure zürich
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Robert Gernhardt
Toscana-Therapie
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Robert Gernhardt wurde 1937 in Reval (Estland) geboren und wuchs in Posen und Göttingen auf. Nach dem Studium in Stuttgart und Berlin lebte er seit 1964 als freiberuflicher Maler, Zeichner, Karikaturist und Schriftsteller in Frankfurt am Main.

Gernhardt war Redakteur der Satirezeitschrift „Pardon“ und deren Nonsensbeilage „Welt im Spiegel“ sowie Mitbegründer der „Neuen Frankfurter Schule“. Er schrieb satirische und essayistische Texte, zahlreiche Erzählungen, einen Roman (1982) und das SchauspielToscana-Therapie“ (1986) und wirkte an Radiosendungen und den Drehbüchern für vier Otto-Filme (1985-92) mit.

Seine seit 1966 in mehreren Bänden veröffentlichten Gedichte waren zuerst vor allem Nonsens-Verse und humoristische Spielereien, die seit den 1980ern vermehrt auch durch zeit- und gesellschaftskritische Töne ergänzt werden. Gernhardts „These aber lautet, dass alle Gedichte komisch sind, da das Gedicht die Komik vom ersten Tag an mit der Muttermilch eingesogen hat und bis auf den heutigen Tag von ihr durchtränkt ist, wenn auch manchmal in kaum mehr nachweisbarer Verdünnung und Vergeistigung“ (Nachwort zu „Reim und Zeit“, Stuttgart, 1990). Dieser These ist Gernhardt in seinen eigenen Gedichten treu geblieben und hat sie auch als Dozent im Rahmen der „Frankfurter Poetik-Vorlesungen“ (2001: „Was das Gedicht alles kann: Alles“) verteidigt.

Gernhardt erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter den Deutschen Kritikerpreis (1987), den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (1991), den Berthold-Brecht-Preis (1998), den Deutschen Kleinkunstpreis (2003), den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf (2004) und den Wilhelm-Busch-Preis (2006). 2001 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Freiburg im Üechtland verliehen.

Gernhardt starb 2006 an den Folgen einer Darmkrebserkrankung.