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Zur Entstehung

Henrik Ibsen schrieb sein dramatisches Gedicht Peer Gynt zwischen dem 14. Januar und dem 14. Oktober 1867[1] im freiwilligen Exil in Italien. Dabei griff er zum Teil auf einen älteren, zwischen 1845 und 1848 von Peter Christen Asbjørnsen veröffentlichten Sagenstoff zurück. Die 1867 veröffentlichte Lesefassung des ursprünglich nicht für die Bühne gedachten Stücks wurde rasch zu einem grossen Erfolg. So entschloss sich Ibsen, eine gekürzte Bühnenfassung zu erstellen, und betraute Edvard Grieg mit der Komposition einer Bühnenmusik.

Uraufführung: 24. Februar 1876 im Theater von Christiania (dem heutigen Oslo)

Deutschsprachige Erstaufführung: 9. Mai 1902 im Deutschen Volkstheater, Wien


Übersetzung: Christian Morgenstern

Textfassung der dramateure: Anastasia Risch und Tobias Grimbacher

Musikalische Einspielungen: aus der originalen Bühnenmusik von Edvard Grieg

Ort und Zeit der Handlung

Die ersten drei Akte sowie der fünfte Akt spielen in Norwegen im Gudbrandstal[2] und dem angrenzenden Ronde-Gebirge[3]. Der vierte Akt spielt hauptsächlich an der Küste Marokkos, in den Wüsten Nordafrikas und in der Nähe von Kairo.

Peer Gynt spielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wobei zwischen dem dritten und vierten Akt sowie zwischen dem vierten und fünften Akt jeweils 20 bis 25 Jahre vergehen.
Die Trolle sind in der heutigen Zeit angesiedelt.
Der Teufel ist immerdar.

Wissenswertes zum Verständnis des Stücks

Die Gestalt des Peer Gynt sowie einige weitere Figuren und Sujetwendungen (Gendin-Ritt, Trollprinzessin, die Geschichte vom Teufel in der Nussschale) entnahm Ibsen den "Norwegischen Feenmärchen" – einer Sammlung, die P.C. Asjbønsen zwischen 1845 und 1848 herausgab. In diesen Märchen ist Peer Gynt ein fröhlicher und tapferer Jäger, der gegen Trolle und allerlei Ungeheuer kämpft und gern mit diesen Heldentaten angibt, eine durchweg positive Gestalt, die dem aufkeimenden norwegischen Nationalpatriotismus sehr gelegen kam. Ibsens Verhältnis zur norwegischen Nationalromantik ist aber im Jahre 1867, als er „Peer Gynt“ schreibt, bereits sehr getrübt (siehe Abschnitt „Zum Autor“). Die Trolle in „Peer Gynt“ tragen alle Merkmale der norwegischen Patrioten, wie Ibsen sie sah: Selbstgefälligkeit, Engstirnigkeit, Abschotten gegenüber anderen Ländern und Ideen. Diese Merkmale sind es, die Peer Gynt, der beliebte Volksheld der Norweger, in Ibsens Fassung mit den Trollen gemeinsam hat. In der Gestalt von Huhu, dem Verfechter der „Malabarensprache“, lacht Ibsen die Bestrebungen aus, eine neue norwegische Literatursprache (Landsmaal oder lansmol) aus mittelalterlichen Dialekten zu entwickeln und sie dem Dänischen entgegenzusetzen, das sich in Norwegen als Kultur- und Staatssprache längst durchgesetzt hatte. Der Fellah mit seiner Mumie auf dem Rücken ist eine Satire auf schwedische Patrioten, die auf den – vor Jahrhunderten erloschenen – Ruhm ihres Landes pochten, und auf die norwegische Romantisierung der Wikinger-Ära. In der Gestalt des Hussein stellt Ibsen nach eigenen Angaben den schwedisch-norwegischen Außenminister Manderström dar, der während des dänisch-preussischen Kriegs als „Feder“ in fremden Händen agierte.

Norwegische Landschaft Dahl 1823.jpg

Rechte

frei

Bild

Das Hintergrundbild unseres Flyers, vom dem auch ein Ausschnitt auf der linken Seite dieser Homepage zu sehen ist, heisst Norwegische Landschaft und wurde 1823 von Johan Christian Clausen Dahl gemalt. Das Bild ist gemeinfrei.[4]

Links

  1. Zur Entstehung des Stücks, Abschnitt der englischen Wikipedia
  2. Gudbrandstal bei Wikipedia
  3. Rondane bei Wikipedia
  4. Dahls Norwegische Landschaft auf wikipedia commons